KMU-Unternehmensnachfolge: Finanzierung und Förderung

Im Rahmen der Übergabe eines Unternehmens stellen sich eine Reihe von Finanzierungsfragen. Nicht nur für Übergeber und Übernehmer, sondern auch für Gläubiger, Banken, Leasinggesellschaften, Förderungsgeber, Lieferanten oder Mitgesellschafter. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, sollte man sich rechtzeitig eine Strategie zulegen.

Vermögens- und Schuldenstrategie für den Übergeber

  • Persönliche Haftung: Klärung, ob bisher bestehende persönliche Haftungen, Bürgschaften und Ähnliches weitergeführt werden bzw. wie eine Entflechtung im Zuge der Übergabe durchgeführt werden kann.
  • Sicherheiten: Überlegung, wie bisherige Sicherheiten aus dem Privatvermögen des Übergebers bzw. seines Ehegatten (Liegenschaften, Sparbücher, etc.) aus dem Unternehmensbereich herausgelöst werden können.
  • Welches Vermögen übergeben: Festlegung, welche Vermögenswerte unter Beachtung steuerlicher und rechtlicher Möglichkeiten nicht mit übergeben werden sollen oder können.
Investitions- und Finanzierungsstrategie für den Übernehmer
  • Vermögens- und Schuldenstatus: Aufstellung eines Vermögens- und Schuldenstatus einschließlich Kreditrahmen und aller geleisteten Sicherheiten. Die bestehende Finanzierungsstruktur ist kritisch zu prüfen und erforderlichenfalls zu verändern: (z.B. Abstattungs- vs. Betriebsmittelkredite, Kreditrahmenerhöhungen bzw. Verlängerung von Krediten, etc.)
  • Investitions- und Finanzplan für die nächsten 3 Jahre erstellen.
  • Neue Finanzierungslasten: Beachtung aller im Zuge einer Übergabe neu entstehenden Finanzierungsbelastungen, wie Abfindung weichender Erben, Mietzahlungen für nun vom Übergeber angemietete betriebliche Liegenschaften, Kaufpreiszahlung.
  • Modernisierung: Einbeziehen von notwendigen Erneuerungs- und Erweiterungsinvestitionen samt Finanzbedarf.
  • Lebensunterhalt: Finanzierung des laufenden Lebensunterhalts der Familie sichern.
  • KMU-Förderungen: Förderungen für Neustrukturierung, Modernisierung, etc. nutzen. Näheres unter www.awsg.at
Rechnungswesen als Entscheidungsinstrument

Organisieren Sie Ihr Rechnungswesen so, dass eine monatliche, zeitgerechte Information über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sichergestellt ist. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche können Sie automatisch aus dem Rechnungswesen erstellen. Stellen Sie sicher, dass alle Geschäftsfälle zeitgerecht in die Buchhaltung Eingang finden. Als Übernehmer sollten als eine der ersten Maßnahmen diesen Bereich – für den Sie persönlich haften – im Detail durchsehen und eine professionelle Aktualisierung mit uns als Steuerberater vornehmen.

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